Fachbereich Mathematik und Naturwissenschaften - Hochschule Darmstadt

Das Studienprogramm Optotechnik und Bildverarbeitung (OBV)



Eine wirklich kurze Erklärung: Was ist OBV?

Begreifen was man sieht. Optotechnik und Bildverarbeitung studieren. http://fbmn.h-da.de/obv

Unsere Labore in Bild und Text
interessante studentische Projekte
Andere über uns
OBV@News

 

           


Optotechnik und Bildverarbeitung (OBV)

Begreifen was man sieht: das ist Optotechnik und Bildverarbeitung. Wir können Photonen managen, um unsere Umwelt hochgenau zu vermessen – sogar auf dem Mars. Satelliten liefern Wetter- und Klima­daten, die mittels Bildverarbeitungs­methoden analysiert werden. Kein Korn wird zu Mehl gemahlen, ohne dass optische Systeme seine Qualität geprüft haben. Fahrer­assistenz­systeme werten Kamerabilder aus, um Autos in der Spur zu halten, Verkehrsschilder zu lesen oder einzuparken. Ob bei der automatisierten Mülltrennung, der Pfand­flaschen-Rücknahme, der Steuerung von Robotern oder der Qualitäts­kontrolle von Medikamenten; ob im Alltag, unserer Umwelt oder in der industriellen Produktion: Optotechnik und Bildverarbeitung ist eine junge Ingenieurdisziplin, die uns hilft, unsere Zukunft mit Licht zu gestalten.

Optotechnik ist die anspruchsvolle und spannende Verknüpfung der Teilgebiete optische Messtechnik, Lasertechnik und der klassischen technischen Optik einschließlich ihrer modernen Elemente wie Mikrooptik, Lichttechnik oder Faseroptik. Typische Elemente der Optotechnik sind:

  • LED-Leuchten: vom Scheinwerfer im Auto über Inspektionssystemen in der Automobilproduktion bis zum Parkhaus-Leitsystem
  • Laser-Scanner, um LKWs oder ganze Stadtteile mit Lichtgeschwindigkeit zu vermessen
  • Ultrakurzpuls-Laser zur Materialbearbeitung im Femtosekunden-Bereich
  • Kamerasysteme zur 3D-Messung: von der Roboter- bis zur Drohnensteuerung
  • Hochpräzise Messungen: von der Interferometrie über Wellenfrontmessungen bis zur Spektroskopie

(s.a. Wikipedia zu Optotechnik, zu Lasertechnik und zu Photonik)

Bildverarbeitung ist das Zusammenwirken von Beleuchtung, Abbildungsoptik, Bildaufnahme und Verarbeitung der Bilddaten für technische und wissenschaftliche Anwendungen. Wir vermitteln die Bildverarbeitung im Bachelorstudiengang mit dem Fokus auf industrielle Anwendungen der Automatisierungstechnik, hauptsächlich in der Qualitätskontrolle und der Handhabungstechnik (Robotik).
Typische Verfahren und Produkte der industriellen Bildverarbeitung sind:

  • Lesen von Strich- und Flächencodes auf Briefen, Verpackungen oder Bauteilen
  • Optische Gewindeprüfung in der Schraubenproduktion
  • Füllstandskontrolle bei der Abfüllung von Getränken
  • Optisch gestützte automatische Verpackung von Pralinen
  • Messung des Reifegrads von Bananen
  • Optische Zeichenerkennung, z.B. bei Nummernschildern
  • 3D-Vermessung von Objekten
  • Auswertung von Mikroskopbildern in Materialprüfung, Biologie und Medizin

(Wenn Maschinen die Augen öffnen - VDMA zu Bildverarbeitung)

(s.a. Wikipedia zu Bildverarbeitung sowie Machine Vision)

Das Studienprogramm OBV

  • ist ein europaweit einzigartiges, praxisorientiertes Studienangebot
  • wurde aus dem seit zehn Jahren betriebenen Diplomstudiengang OBV entwickelt
  • ist ein konsekutives Bachelor-Master-Studienprogramm mit 7+3 Semestern
  • vermittelt kombiniert, integriert und gleichgewichtig die beiden Teilgebiete Optotechnik und Bildverarbeitung
  • qualifiziert nachhaltig für die Wachstumsbranche der optischen Technologien
  • bietet den Absolventen herausragende Berufsaussichten in Industrie und Forschung 1)


Der Fachbereich bietet zwei OBV-Studiengänge an:


Beide Studiengänge wurden von der Akkreditierungsagentur ASIIN 2008 begutachtet und akkreditiert sowie 2013 reakkreditiert (Akkreditierung Bachelor, Akkreditierung Master).

Die OBV-Studienprofile sind auch im Portal studieren.de einsehbar.

(Andere) über uns und das Studium der Optototechnik und Bildverarbeitung (OBV)

  • Virtual Special Issue on Women in Physics (and Optics) 2018
  • Optical Society of America: How optics and photonics impacts the global economy
  • In a widely anticipated decision, the Swedish Academy of Sciences has awarded the 2017 Nobel Prize in Physics to three key figures in the history of the Laser Interferometer Gravitational-wave Observatory (LIGO)—Rainer Weiss of the Massachusetts Institute of Technology (MIT), USA, and Barry C. Barish and Kip S. Thorne of the California Institute of Technology (Caltech), USA. The award citation recognized the trio “for decisive contributions to the LIGO detector and the observation of gravitational waves.”

    In announcing the prize, Göran Hansson, the secretary general of the Swedish Academy, called that observation “a discovery that shook the world.” And that discovery rested on an infrastructure of incredibly precise, cutting-edge optical and photonic technology — as well as on the staying power and commitment of scientists, engineers and funders to a massive project spanning more than four decades. (R. Blendowske)
  • Marktstudien belegen Erfolg der Photonik: Wie zwei Studien zeigen, bieten die Licht-Technologien großes Wachstums- und Innovationspotenzial. Starke Kernbereiche, stattliche Wachstumsraten und hohe Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sprechen für erfolgreiche Aussichten bis zum Jahr 2020. (Quelle: Zeitschrift "Photonik" 04/2017)
  • In der Fachzeitschrift "Photonik" Nr. 01/2017 ist unter der Überschrift "Zukunft mit Licht formen" ein Artikel zum Studium der OBV an der Hochschule Darmstadt erschienen. (PDF)
  • Nils Küpper schrieb im Sommersemester 2015 seine Bachelorarbeit extern bei der Volkswagen Group of America und berichtete von dort:
Mein Start hier im Silicon Valley und bei VW war sehr gut. Die hohen Erwartungen wurden bisher schon weit übertroffen, und die Versuchung länger hier zu bleiben ist sehr groß.

Im Bezug auf die Arbeit läuft es hier auch super. Es ist sehr interessant zu sehen, dass die Kompetenzen, die man als Student unseres Studiengangs mitbringt, auch hier sehr geschätzt werden. Ich würde dies auch gerne zum Anlass nehmen, mich nochmals für die gute Lehre während des Bachelors in unserem Studiengang zu bedanken. Ich hoffe unser Studiengang wird in Zukunft mehr Zulauf bekommen und die Aufmerksamkeit erlangen, die er verdient.

PDF
  • Der Studiengang "Optotechnik und Bildverarbeitung" ist Mitglied im Kompetenznetzwerk Optische Technologien Hessen / Rheinland-Pfalz (Optence). Optence hat einen Studienführer Optische Technologien in Hessen herausgegeben, in dem das Berufsbild und alle Studiengänge an hessischen Hochschulen mit Bezug zu optischen Technologien vorgestellt werden.
  • Der OBV-Studiengang ist im Directory "Optics and Photonics Education" der SPIE und OSA aufgeführt.
  • Das ZEISS Symposium "Imaging in the Digital World" am 23. Juni 2016 betont u.a. in einem Whitepaper die Verknüpfung von Optotechnik und Bildverarbeitung:
Computational imaging is an emerging interdisciplinary field of research. Unlike optics, which is a traditional branch of physics, computational imaging is rooted at the intersection between the STEM fields (science, technology, engineering and mathematics). The goal is to bring together the 'best' elements from optics, image processing, physics, mathematics and computer science to break new ground in imaging.
  • Der Verband der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) schreibt in einer Presseerklärung im Sommer 2016:
„Maschinen und Robotern praktisch ein Augenlicht zu geben revolutioniert die Automation rund um den Globus“, sagt Dr. Horst Heinol-Heikkinen, Geschäftsführer ASENTICS und Vorstandsmitglied VDMA Industrielle Bildverarbeitung. „Die Nachfrage wird wesentlich von in Deutschland entwickelter Technologie getrieben, mit der sich die Qualitätssicherung in der Fertigung oder Diagnosemöglichkeiten in der Medizin entscheidend verbessern lassen. Diese Entwicklung schlägt sich für die deutsche Bildverarbeitungsindustrie in hervorragenden Umsatz- und Wachstumszahlen nieder – die Zukunftsaussichten sind exzellent.“



Fortsetzung

_______
1)
Berufschancen: Zum Beispiel als Entwicklungsingenieur beim Lasertechnik-Spezialisten Primes GmbH in Pfungstadt. (Artikel über die Primes GmbH, Echo Online, 11.11.2017, auf dem Foto unser Bachelorabsolvent Sergej Ballach.)

News

  • inspect-online
    • EMVA vergibt wieder Young Professional Award 2019
      Fri, 18 Jan 2019 16:38:00 +0000
      Der EMVA Young Professional Award ist eine jährliche Auszeichnung, die die herausragende und innovative Arbeit eines Studenten oder jungen Berufstätigen im Bereich Machine Vision oder Computer Vision würdigt. Der renommierte Industriepreis zeichnet herausragende Arbeit mit Preisgeld, Präsentation auf der EMVA-Konferenz in Kopenhagen und freien Eintritt auf dem European Machine Vision Forum 2019 aus.


  • IDS steigert Umsatz über Branchendurchschnitt
    Thu, 17 Jan 2019 12:51:00 +0000
    Das Umsatzwachstum der IDS Imaging Development Systems GmbH blieb mit rund 20% auch in 2018 überdurchschnittlich. Besonders stark stieg der Verkauf mit ca. 50 % in Asien, aber auch in den USA und Europa konnten wir ein Wachstum von rund 20 % verzeichnen. „Die Investitionen in neue Niederlassungen zahlen sich aus", erklärt Jürgen Hartmann, Unternehmensgründer und Inhaber. Über 50 % unseres Umsatzes erwirtschaften wir mittlerweile im Ausland." Zu den Bestsellern gehören vor allem IDS-Kameras mit USB 3.0 und USB 3.1-Schnittstelle.


  • Roboter erkennen Menschen dank dreidimensionalem Sehen
    Wed, 16 Jan 2019 10:00:00 +0000
    Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand – MRK macht`s möglich. Die Voraussetzung dafür schaffen entsprechende Sensoren und vor allem das dreidimensionale Erkennen der Umgebung durch die Steuerung des Roboters.


  • WLAN in der industriellen Bildverarbeitung
    Wed, 16 Jan 2019 09:54:00 +0000
    Drahtlose Kommunikation ist im Consumer-Umfeld bereits Standard, in der industriellen Bildverarbeitung dagegen noch eher unüblich. Denn WLAN hat im zeitlichen Verhalten und in Bezug auf die Übertragungsstabilität so ihre Tücken. Doch ist das Funk-Netzwerk damit völlig ungeeignet für die industrielle Bildverarbeitung?


  • 5 Gründe, EV/PHEV-Batterien in der Fertigung auf Dichtheit zu prüfen
    Tue, 15 Jan 2019 17:10:00 +0000
    Elektromobilität gewinnt an Bedeutung – weltweit. Mit der Zahl der Electric Vehicles (EV) und der Plug-in-Hybrid-Electric-Vehicles (PHEV) wächst auch die Zahl der benötigten Batterien. Die Traktionsbatterie ist zugleich ein erfolgskritisches Verschleißteil und ein potenzieller Gefahrenherd. Zum einen können sie – wenn auch nur sehr selten – durch Einbringung externer Energie oder einen Kurzschluss der Elektroden in Brand geraten.